Erstmal wünsche ich euch allen ein schönes und erfolgreiches Jahr 2007!

Vom 22.12 bis 5.01 hatte ich Urlaub und hab meine freie Zeit dazu genutzt eine kleine Südafrika-, Swaziland- und Lesotho–Rundreise zu machen.
Hab den BazBus (ein Bus für Backpacker, der mehrmals pro Woche bestimmte Strecken fährt) und manches Minibustaxi als Fortbewegungsmittel genutzt, um von Pretoria über Swaziland nach Durban und zurück durch die Drakensberge zu reisen.

Sowohl Swaziland als auch Lesotho gehören nicht zu SA und sind eigenständige Länder mit Grenze und allem was dazugehört….

Mein Aufenthalt in Swaziland waren jedoch lediglich nur 2 Tage, da ich dort leider in nem sehr schlechten Hostel geschlafen hab, dass ich schnellstmöglich wieder verlassen wollte…kein Wasser, kein Telefon, … Swaziland selbst ist ein sehr armes aber auch sehr schönes Land. Beeindruckend ist vor allem die Vielfalt an Früchten, die man dort überall wachsen sieht und angeboten bekommt.

Fruchtmatkt in der Hauptstadt Mbabane:

Eine Autowerkstatt in Swaziland:

Von Mbabane aus bin ich quer durch Swaziland wieder zurück nach SA und bin ein paar Tage in St. Lucia geblieben. St. Lucia liegt direkt an der Küste zum Indischen Ozean in nem recht feuchten und sumpfigen Gebiet, mit der größten Nilpferd- und Krokodil-Population Südafrikas. Somit war ich natürlich auch auf Hipposafari. Nur mit Badehose bekleidet und getarnt durch Schlamm gings zu Fuß durch die Mangroven mit recht nervenaufreibenden Begegnungen der wilden Art.

Der Schlamm wurde nach der Safari im Meer wieder weggebadet:

Als Weihnachtsmenue gabs in meinem Hostel in St. Lucia für alle Rietbok am Spieß for free!

Die nächste Station meiner Tour war ein SurfCamp genannt „The Secret Spot“ in Shaka´s Rock, an der Küste etwa 50km nördlich von Durban. Dort habe ich mich ein paar Tage im Wellenreiten versucht und auch Silvester in der hostel-eigenen Bar verbracht.

Ein halber Tag in Durban musste natürlich auch sein, obwohl mir jeder abgeraten hat am Neujahrstag dorthin zu gehen…war gar nicht so schlimm, aber auch nicht wirklich schön…

Von Durban aus gings dann nach Underberg zum Sani Pass. Dieser Pass ist die einzige Verbindung der Provinz Kwazulu Natal mit dem kleinen Königreich Lesotho und zugleich die höchste Gegend im südlichen Afrika und ausserdem unglaublich schön. Von meinem Hostel aus gings dann auf Wanderungen und 4×4 Trails nach Lesotho und die nähere Umgebung.

Die Grenze zwischen Lesotho und SA:

Mathew, der lustigste Tourguide:

Der Sani Pass führt auf eine Hochebene in Lesotho, wo im Sommer viele Schäfer und Rinderhirten unterwegs sind und dort in ihren Hütten wohnen. Im Winter kanns dort schon auch mal ein paar Meter Schnee geben!

Die Hirten waren immer unglaublich nett und gut gelaunt…auch wenn sie natürlich kein englisch sprachen und daher keine richtige Unterhaltung möglich war…für ein Foto waren sie immer aufgelegt und mussten sich danach natürlich stundenlang im Display betrachten ;)

Dies ist mit 3300m der höchste Punkt an dem ich mich auf meiner Tour befand, leider war keine Zeit mehr die letzten 300 Meter zum höchsten Punkt im südlichen Afrika zu ersteigen, da die Grenzen sehr pünktlich schliessen und wir zurück zum Hostel mussten…

Eine Einladung auf etwas süsses Brot und ein paar Schluck vom selbstgebrauten „Bier“ kann man natürlich nicht ausschlagen, zumals dort oben auch wirklich kalt war. Auch wenn man in den Hütten mit offener Feuerstelle vor Rauch fast erstickt…

Ein Abstecher im höchsten Pub Afrikas mit meinem Zimmer- und Wander-Kollegen Pablo aus Argentinien musste dann natürlich auch noch sein.

Für den Fall dass Schnee liegt, gibt’s natürlich auch nen Skiverleih, mit dem neuesten Geraet was die Skiindustrie zu bieten hat!

Wie überall im südlichen Afrika sind auch aufm Sani Pass überfüllte Minitaxis unterwegs, zwar viel viel weniger und auch langsamer als in Pretoria aber dafür mit Allrad!

Das größte Raubtier in dieser Gegen sind Leoparden, die sind jedoch äußerst scheu und so hab ich auch keinen gesehen…aber es waren auch kleinere Raubtiere unterwegs ;)

Über die nördlichen Drakensberge gings dann wieder zurück nach Pretoria.

Leider waren die 2 Wochen natuerlich viel zu kurz…aber ich muss beeindruckt feststellen wie vielfaeltig dieses Land ist und ich in 2 Wochen Backpacking, im Regenwald, indischen Ozean, Bushveld sowie auf ueber 3000m hohen Bergen war!


2 Responses to “BazBus-Trip über Weihnachten und Neujahr”

  1. steffi Says:

    und so n bisschen schlamm hilft gegen krokodilangriffe? irgendwie schwer vorstellbar…scary!

  2. Maex Says:

    Ja, schwer vorstellbar, aber es hat gewirkt! Nebenbei auch gegen die Sonne ;)


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